Konzert der Südmährischen Spiel- und Singschar

Moravia Cantat singt Psalmen christlicher und jüdischer Komponisten am 17. März in Sankt Maria

Foto: Privat

„Lobt Gott mit Schall!“ – unter diesem Titel gibt Moravia Cantat am Samstag, dem 17. März 2018 um 19.00 Uhr, in der Kirche Sankt Maria in Geislingen-Altenstadt ein Konzert mit Psalmvertonungen christlicher und jüdischer Komponisten.

Die Psalmen bilden eine wichtige Brücke zwischen Judentum und Christentum. Musiker beider Religionen haben über Jahrhunderte immer wieder neue Vertonungen für die Liturgie und das Konzert geschaffen.

Auf dem Programm stehen u.a. drei kleinere Psalmvertonungen von Heinrich Schütz und zwei Solostücke aus Antonín Dvořáks Zyklus Biblische Lieder, den der tschechische Komponist während seines Aufenthaltes in Amerika nach Texten aus dem Buch der Psalmen schrieb. Der beliebte Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ erklingt in einer Vertonung des Vokalartisten Bobby McFerrin und in einem Satz für Frauenchor des jüdischen Kantors Eduard Birnbaum.

Das vielseitige Programm umfasst auch Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Max Reger, Hugo Distler, Yehezkel Braun und Widmar Hader. Dem Bereich der synagogalen Musik entstammen Psalm-Vertonungen des mährischen Kantors David Rubin, der an der Spanischen Synagoge in Prag wirkte, und von Louis Lewandowski. Lewandowski, Kantor an der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin, war einer der bedeutendsten Komponisten von Synagogenmusik in Deutschland und ging als der größte Reformator der jüdischen liturgischen Musik in die Musikgeschichte ein. Bis heute bilden seine Kompositionen den Grundstock des Repertoires in liberalen und konservativen Synagogen rund um die Welt.

Neben Moravia Cantat (Leitung: Wolfram Hader) wirken bei diesem Konzert auch die Sopranistin Barbara Horn und die Organistin Renate Holzknecht-Schill mit.